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EXIST-Gründerstipendium für „Deutsch Express“

EXIST-Gründerstipendium für „Deutsch Express“

Abbildung der Gründungsmitglieder von Deutsch Express Abbildung der Gründungsmitglieder von Deutsch Express Abbildung der Gründungsmitglieder von Deutsch Express
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Abbildung der Gründungsmitglieder von Deutsch Express

Ausgründung der Leibniz Universität Hannover will Formalitäten rund um Einwanderung erleichtern

 

Jedes Jahr ziehen mehr als eine halbe Million Menschen aus Drittstaaten nach Deutschland. Diese Zuwandernde müssen viele Regeln beachten und vielen Pflichten nachkommen, bevor sie hier arbeiten oder ein Konto eröffnen dürfen. "Deutsch Express" hat sich zum Ziel gesetzt, Zuwandernde, Behörden sowie staatliche Institutionen und Dienstleistende durch eine Plattform miteinander zu vernetzen, um Migration und Integration zu erleichtern. Das Team erhält ein EXIST-Gründerstipendium von 135.000 Euro, um das Angebot www.deutschexpress.com auf den Markt zu bringen. Alle drei Team-Mitglieder von Deutsch Express arbeiten am Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover.

Visum, Kontoeröffnung, Versicherung, Sprachkurs und mehr - wie viele Behördengänge und Formalitäten bei einer Einwanderung in Deutschland zu bewältigen sind, das wissen Irfan Malik, Mariyam Malik und Zulqarnain Sheikh aus eigenem Erleben sehr genau. Deshalb will das Team von Deutsch Express mit seiner Plattform Behörden, Firmen und Zugewanderte miteinander vernetzen. Das Ziel: Brücken bauen und Einstieg sowie Integration erleichtern. Die technische Innovation von www.deutschexpress.com liegt in der Vereinfachung und Automatisierung des gesamten Bürokratieprozesses für Zuwandernde. 

"Privat unterstützen wir Menschen schon lange mit unseren Tipps. Mit der Plattform wollen wir Einwanderung für alle Beteiligten professionell optimieren", beschreibt Irfan Malik das Ziel des neuen Angebots, das ab Ende August in einem Pilotprojekt für Niedersachsen ausgerollt werden soll, um dann bis Ende 2023 für ganz Deutschland zur Verfügung zu stehen. Ein Gewinn für alle: Weniger Arbeitsbelastung für Ämter und Behörden, lange Wartezeiten und volle Wartesäle fallen weg - und die Abwicklung wird für Einwandernde schneller. Von Sprachkursen über Schnittstellen zu Banken und Versicherungen bis hin zu Registrierung und Visa will deutschexpress.com alles aus einer Hand liefern und buchbar machen. 

Das Team will die Plattform anfangs in Deutsch und Englisch anbieten und danach das Angebot auch in Chinesisch, Arabisch, Persisch, Russisch, Französisch, Spanisch und Türkisch ausrollen. Mit dem EXIST-Gründerstipendium in Höhe von 135.000 Euro aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), das durch den europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert wird, deckt Deutsch Express in erster Linie Personal- und Entwicklungskosten ab, zurzeit läuft die Gründung ihrer GmbH. 

Deutsch Express ist auch eine Erfolgsgeschichte von starting business, dem gemeinsamen Gründungsservice von hannoverimpuls und der Leibniz Universität Hannover: "Das Team von Deutsch Express hat sich die Förderung mit dem EXIST-Gründerstipendium sehr verdient. Bereits seit vielen Monaten arbeiten sie unermüdlich an dem Projekt. Wenn es ihnen gelingt, die Plattform flächendeckend bei Behörden zu integrieren, wäre das eine riesige Erleichterung für Menschen, die für ein Studium oder eine Arbeitsstelle nach Deutschland kommen", erklärt Tobias Meyer, Gründungsberater von starting business bei der Leibniz Universität Hannover. Ein Jahr lang hat Deutsch Express dank der EXIST-Förderung jetzt Zeit, entsprechende Kooperationsverträge mit der Ausländerbehörde, Banken und Versicherungen abzuschließen und die Serviceplattform deutschexpress.com auf den Markt zu bringen. "Wir haben auch bereits Gespräche mit entsprechenden Beratern in Pakistan - meinem Heimatland - und China geführt, starten jetzt eine Social-Media-Kampagne und wollen demnächst Flyer in Behörden und Konsulaten auslegen. Je schneller Interessierte von unserem Angebot hören, umso besser!", schwärmt Irfan Malik.

Online-Meldung der Leibniz Universität Hannover vom 07. Monat 2021